zurück zur Startseite

Zollbestimmungen für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Alcohol

Einfuhr-Zollbestimmungen für Tabak und Alkohol aus EU-Staaten.

Innerhalb der EU dürfen folgende Mengen zollfrei eingeführt werden:

800 Zigaretten oder 400 Zigarillos oder 200 Zigarren oder 1000 g Tabak (Mindestalter 18 Jahre)

10 Liter Spirituosen, 20 Liter „Zwischenerzeugnisse“ (z.B. Likörwein), 90 Liter Wein und/oder vier Liter Wein und/oder 110 Liter Bier (Mindestalter 18 Jahre)

Kaffee: 10 kg

Für Parfüm gelten bei der Einfuhr aus EU-Ländern keine Mengenbegrenzungen mehr.

An Benzin darf eine Tankfüllung sowie ein Reservekanister mit max. 20 Litern abgabenfrei eingeführt werden.

 

Jedoch gelten bis Ende 2009 für Bulgarien, Rumänien und die baltischen Länder noch die Sätze für Nicht-EU-Staaten!

 

Sonderregelungen gelten für Helgoland, die Kanaren und die Kanalinseln.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.zoll.de

 

Einfuhr-Zollbestimmungen für sonstige Waren aus EU-Staaten.

Bei der Einfuhr von Waren aus EU-Mitgliedsstaaten gibt es keine Begrenzung, solange sie für den Eigenbedarf erworben wurden; eine Ausnahme bilden hier jedoch Kraftfahrzeuge.

 


 

Einfuhr-Zollbestimmungen für Tabak und Alkohol aus Nicht-EU-Ländern.

Aus Nicht-EU-Ländern dürfen pro Person folgende Mengen zollfrei eingeführt werden:

Tabakwaren: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos, 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Mindestalter 18 Jahre)

Alkohol: 1 Liter Spirituosen oder 2 Liter Sekt/Likörwein und vier Liter Wein und 16 Liter Bier (Mindestalter 18 Jahre)

Kaffee: 500g oder 200 g Instant-Kaffee (Mindestalter 15 Jahre)

Parfüm: 50 g und 0,25 Liter Eau de Toilette

 

Einfuhr-Zollbestimmungen für sonstige Waren aus Nicht-EU-Staaten.

Für die zollfreie Einfuhr von Waren aus Nicht-EU-Staaten gelten folgende Obergrenzen:

Personen ab 15 Jahren: Waren im Wert von 430.- für den Eigenbedarf, bei Reisen auf dem Landweg jedoch lediglich 300.- €. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren liegt die Grenze bei 175.- €.

Höhe der Zollabgaben

Bei einem Warenwert bis 700.- € wird eine Pauschale von 15 oder 17,5 % erhoben (abhängig davon, ob mit dem Herkunftsland der Waren ein Abkommen über Zollvergünstigungen besteht oder nicht). Über 700.- € wird eine Einfuhrumsatzsteuer von 19 %  fällig sowie eine Einfuhrabgabe, deren Höhe von der Art der Ware abhängt. Es empfiehlt sich, die Quittungen über die Einkäufe aufzubewahren, um eine ungünstige Schätzung durch den Zoll zu vermeiden.

 


 

Duty-free – zollfreier Einkauf

Besonders attraktiv ist für Reisende der zollfreie Einkauf an Bord eines Flugzeugs oder Schiffes oder auch der Besuch eines „Duty-free Shops“ am Flughafen, insbesondere bei Tabakwaren. Hierbei wird weder Zoll noch Mehrwertsteuer noch eine Verbrauchssteuer erhoben, jedoch sollten unbedingt die Begrenzungen für die Einfuhr dieser Produkte beachtet werden (es gelten die Beschränkungen für Reisen aus Nicht-EU-Staaten). Bei Reisen innerhalb der EU gibt es seit 1999 keinen steuerfreien Einkauf mehr (das war dann auch das Ende der sog. Butterfahrten), jedoch weiterhin bei Reisen nach Helgoland sowie auf die Kanalinseln, da diese nicht Teil des EG-Zollgebiets sind.

 


 

Plagiate / Imitate / Markenpiraterie

Wenn eingeführte Plagiate den Gesamtwert von 430.- € bzw. 300.- € überschreiten, droht ein Steuerstrafverfahren und Prozesse mit den Markenrechtinhabern, wobei es allerdings aufgrund der üblicherweise fehlenden Kaufbelege mit den Zöllnern auch Streitigkeiten über den Warenwert geben könnte. Beim Kauf von Plagiaten kann es in Ländern wie Italien bereits vor Ort Ärger geben – dort winken dem Käufer Bußgelder von bis zu 10.000,- Euro. Also ist nicht nur aufgrund der mangelhaften Qualität und der Peinlichkeit vom „Piratenkauf“ abzuraten!

Import von Tieren, Pflanzen, Kunstobjekten

Ganz besondere Vorsicht ist angebracht bei der Ein- und Ausfuhr von Tieren und Pflanzen sowie Gegenständen, die aus bedrohten Arten hergestellt worden sind, also beispielsweise Objekten aus Elfenbein, Fellen und Korallen, aber auch Schmetterlingen – davon sollte unbedingt abgesehen werden!

Auch Kunstobjekte und Antiquitäten können Probleme bereiten und zwar auch schon bei der Ausfuhr. Dies betrifft auch antike Scherben, Münzen und Fossilien. Aufgrund massiver „wilder Ausfuhr“ in der Vergangenheit ist es in der Türkei verboten, Steine jedweder Art auszuführen. Der Versuch der Ausfuhr kann sogar eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen.

In Thailand wiederum ist die Ausfuhr von Buddha-Figuren oder Abbildungen des Buddha nur mit Genehmigung gestattet. Weiter Informationen finden sie hier: Artenschutz

 


Ein- und Ausfuhr von hohen Bargeldbeständen, Geld in den Koffer packen?

Bargeldbewegungen ab 10.000,- Euro müssen sowohl bei Einfuhr, als auch bei Ausfuhr in ein Nicht-EU Land (z.B. Schweiz) angemeldet werden (Zoll- und Geldwäschevorschriften). Was soll ich sagen, diesen Problem werden wohl nicht meine Leser von "kofferpacken" haben. Sollten Sie doch doch über Geld für einen Geldkoffer verfügen, dann haben wir hier die richtige Seite für Sie, der Geldkoffer.


 

Die gute Nachricht: Mehrwertsteuererstattung

Beim Kauf von Waren in Nicht-EU-Ländern kann man sich üblicherweise die Mehrwertsteuer rückerstatten lassen. Wichtig ist dabei natürlich, die Quittungen aufzubewahren und sicherzustellen, dass der Kaufbeleg die Mehrwertsteuer ausweist. Oft befindet sich eine solche Stelle am Flughafen des jeweiligen Landes. Es ist in jedem Falle ratsam, sich rechtzeitig über das Thema zu informieren, wenn man größere Einkäufe plant (wobei jedoch für die spätere Einfuhr in die EU die weiter oben beschriebenen Grenzen der zollfreien Einfuhr beachtet werden müssen). Wichtige internationale Schlüsselwörter sind hierbei:

VAT = value-added tax = Mehrwertsteuer

receipt = Quittung

VAT refund = Erstattung der Mehrwertsteuer

zurück zur Startseite