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Verschärfte Sicherheitsbestimmungen für das Handgepäck beim Security-Check

 
 

Beim Packen des Handgepäcks ist zu beachten, dass es einerseits bestimme Maße und Gewichte (siehe Maße und Gewicht, Koffer und Handgepäck) nicht überschreiten darf (Details siehe unten), andererseits aus Sicherheitsgründen bestimmte Dinge nicht enthalten darf. Das sind Messer und spitze Gegenstände wie Nagelschere und Nagelfeile aus Metall (dagegen sind bestimmte biegsame Feilen ohne Spitzen aus Plastikmaterial unbedenklich). Außerdem gelten wegen der Gefahr von Plastiksprengstoffen Restriktionen für das Mitnehmen von Flüssigkeiten im Handgepäck.

Flüssigkeiten im Handgepäck müssen generell bei der Sicherheitskontrolle extra herausgelegt werden, und zwar in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel (z.B. "Zipper" oder "Debasafe", erhältlich in Drogerien und Supermärkten bei den Gefriertüten). Jedes Gefäß darf ein maximales Fassungsvermögen von 100 ml = 0,1 Liter Flüssigkeit haben, der Beutel insgesamt darf ein Fassungsvermögen von maximal 1 Liter haben. Es gibt keinen vordefinierten Standard-Plastikbeutel. Der entsprechende 1 Liter-Plastikbeutel muss jedoch unbedingt transparent sein und einen integrierten Verschluss (z.B. Reiß-, Klett-, Quetsch- oder Kordelzugverschluss) aufweisen.

Zipper-Debasafe

Selbst ein Lippgloss fällt unter Flüssigkeiten (weil weicher als ein Lippenstift) und muss in den Plastikbeutel gelegt werden, ebenso flüssige Medikamente, After Shave, Shampoo oder Handlotion. Inzwischen gibt es in Supermärkten und Drogerien ein großes Angebot dieser Produkte in kleinen Größen unter 100 ml, die also handgepäcktauglich sind.

Wer sich vor dem Abflug mit einer Wasserflasche ausrüsten möchte - deren Fassungsvermögen mit über 100 ml über der Höchstgrenze liegt und daher bei der Sicherheitskontrolle nicht durchginge, kann diese daher erst nach dem Check im Sicherheitsbereich (teuer) erwerben. Was sich als gute Alternative bewährt hat: Eine leere (kleine 0,5 l) Wasserflasche aus Plastik mitnehmen, die man (notfalls) direkt vor der Handgepäck-Durchleuchtung austrinkt und dann mit dem Plastikbeutel zusammen auf das Kontrollband legt. Anschließend kann man diese dann im Waschraum mit Leitungswasser wiederbefüllen - dies ist natürlich nur in Ländern zu empfehlen, in denen aus den Leitungen Trinkwasser kommt.

In den Flughafenläden kann man auch künftig mit der Bordkarte größere Mengen an Getränken einkaufen. Andere Flüssigkeiten (z.B. Parfüm) aus dem Duty-Free-Shop werden in einer durchsichtigen Plastiktüte mit deutlich sichtbarem Kassenbon versiegelt. Eine solche verschweißte Tüte wird in der EU und weltweit als sicher akzeptiert. Jedoch sind für Großbritanien und für die USA noch gesonderte Einreisebestimmungen zu beachten. Auf Flügen innerhalb der USA ist das Mitführen von Flüssigkeiten jeglicher Art im Handgepäck verboten. Das gilt sogar für Gels, Cremes, Pasten, Lotionen, Parfums und Spraydosen jeglicher Art (so auch für Zahnpasta, Haargel, Suppen, Sirup, Deodorant, Rasierschaum). Diese Artikel müssen in das normale Koffer-Gepäck. Ausnahme bilden nur dringend notwendige Medikamente, für die man eine ärztliche Bescheinigung benötigt. Babynahrung darf auch an Bord mitgeführt werden, wenn ein Kleinkind mitreist und die Begleitperson auf Anforderung von der Babynahrung probiert. Feuerzeuge dürfen in den USA nicht mitgeführt werden, auch batteriebetriebene (Funk-) Autoschlüssel werden als Sicherheitsrisiko angesehen.

Beim Security-Check-In müssen Mäntel, Jacken, Laptops, elektrische Geräte (z.B. Handy, Fön, Kamera), die beschriebenen Zipper-Plastiktüten mit den Flüssigkeiten und alle Gegenstände aus Metall in den Korb zum Durchleuchten gelegt werden.

Selbstverständlich sind Waffen jeglicher Art verboten. Aber auch spitze Gegenstände wie Schraubenzieher, Scheren, Messer, Klingen oder stumpfe Gegenstände wie Golfschläger oder Angelruten dürfen nicht in die Fluggastkabine genommen werden. Das gleiche gilt für Benzinfeuerzeuge oder Getränke mit mehr als 70% Alkohol.

 

 

Zusammenfassung der EU-Regelungen fürs Handgepäck:

 

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Gibt es Ausnahmen für Medikamente oder Babynahrung?

Ja, Ausnahmen bei Babynahrung und bei Medikamenten sind in der EU wie folgt geregelt:

Ausgenommen von den Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck sind Flüssigkeiten, die während der Reise verwendet werden und entweder für medizinische oder spezielle diätische Zwecke gebraucht werden, einschließlich Babynahrung, -milch oder –säfte für mitreisende Babys und Kleinkinder.

Die Passagiere müssen diese an der Kontrollstelle ebenfalls getrennt vom übrigen Handgepäck vorlegen und bei Bedarf deren Notwendigkeit (z.B. durch Rezepte, Beschreibung der Notwendigkeit, etc) nachweisen. Bei medizinischem Sondergepäck gelten in der Kabine die maximalen Gewichte für Kabinengepäck (45x35x20cm). Es ist grundsätzlich anmeldepflichtig, es sei denn, es wird am Körper mitgeführt (zum Beispiel Krücken). Das medizinische Gepäck muss separat verpackt sein und am Check-in vorgezeigt und dort geprüft werden können.

Es ist vom Passagier ein ärztliches Attest mitzuführen, welches auf Anfrage vorgezeigt werden muss.

Folgende Arten von medizinischem Sondergepäck werden kostenlos befördert: Beatmungsgeräte, Asthmageräte, Inhalatoren, eigener Sauerstoff, Katheder, Verbandsmaterial, Gehhilfen (Krücken, Rollator), Rollstühle inkl. Zubehör (mit den aktuellen Einschränkungen), Hygieneartikel (Windeln), Dusch-/WC-Sitz, Rutschbretter für Rollstuhlfahrer, Prothesen, Notfallkoffer für Ärzte, Dialysegerät, Defibrillator, Lymphomat, Reizstromtheraphiegeräte, Absauggeräte, Irrigatoren. Alle anderen medizinischen Hilfsmittel (zum Beispiel Arzneien, Spritzen, Lebensmittel, Pflegemittel, Wäsche) werden, wenn die Freigepäckgrenze überschritten wird, gegen Zahlung der aktuellen Übergepäckgebühr befördert.

Welche Regelungen gelten für Einkäufe in Duty-free-Shops bzw. an Bord des Flugzeuges?

Grundsätzlich besteht eine Ausnahme der Flüssigkeitsmengenbegrenzung für Duty-free-Waren, die folgendermaßen erworben wurden: Duty.free-Waren, die am Tag des Fluges in einem Geschäft nach der Bordkartenkontrolle an einem EU-Flughafen oder an Bord eines Flugzeuges einer EU-Fluggesellschaft gekauft wurden, dürfen vom Fluggast mit durch die Sicherheitskontrolle genommen werden, wenn sie sich in einem transparenten und von der Verkaufstelle versiegelten Beutel befinden. Der Beutel muss einen von außen lesbaren Kaufbeleg enthalten, auf dem Verkaufsdatum und –ort festgehalten sind.

Was ist zu beachten bei Umsteigeverbindungen?

Handelt es sich bei dem jeweiligen Flug um eine Umsteigeverbindung, bei dem der erste Flug und der Anschlussflug von einem Flughafen innerhalb der EU erfolgen, so können Flüssigkeiten, die denen im vorgenannten Punkt entsprechen, mit an Bord des Anschlussfluges genommen werden. Hat der erste Flug aber seinen Ursprung in einem Drittland, welches nicht den EU-Regelungen unterliegt und somit ein ausreichender Sicherheits-Check nicht garantiert werden kann, so dürfen die dort erworbenen Flüssigkeiten nicht mit an Bord des Anschlussfluges genommen werden.

Gibt es weitere Sicherheitsbestimmungen, die am Flughafen zu beachten sind?

Zusätzlich zu den bereits genannten neuen Regelungen zum Handgepäck sind die Passagiere dazu verpflichtet, bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen ihre Mäntel, Jacken, Blazer oder Sakkos auszuziehen und große elektronische Geräte, wie z.B. Notebooks, aus den Taschen herauszunehmen. Ausnahmeregeln, wie z.B. für Musikinstrumente, werden weiterhin bestehen bleiben. Beachten Sie bitte auch, dass stumpfe Gegenstände, wie Sportschläger (Golf, Baseball, Tennis oder ähnliche) nicht in der Kabine befördert werden können.

 

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