
Gesundheitstipps für Flugreisende, was kann ich gegen Ohrdruck auf Flügen tun?
Ohrdruck entsteht auf Flügen in erster Linie beim Start und vor allem bei der Landung. Er kann mitunter auch nach der Landung noch einige Stunden andauern. Achtung: In Einzelfällen kann eine Verstopfung der Eustachischen Röhre ein Platzen des Trommelfells herbeiführen!
- Kaugummi kauen hilft immer.
- Durch die Nase einatmen, kurz Luft anhalten, Nase und Mund zuhalten und dabei so tun, als würde man versuchen auszuatmen – dieses Luft-Pressen erzeugt einen Gegendruck. Danach schlucken. Bei Bedarf den Vorgang wiederholen – unter Umständen während des gesamten Landeanflugs und auch noch danach. Dies sollte jedoch nicht bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt durchgeführt werden!
- Viel Trinken (siehe unten Tipp)!
- (Künstlich) Gähnen – zuhause schon mal üben!
- Eine ¾ Stunde vor der Landung eine Aspirin einnehmen; dies verdünnt das Blut und hilft auch gegen Ohrprobleme.
- Wer mit einer Erkältung zu tun hat, sollte die Flugbegleiter bitten, eine halbe Stunde vor dem Einleiten des Landevorgangs Bescheid zu geben. Dann sollte ein abschwellendes Nasenspray verwendet werden. Bei kurzen Flügen kann das Spray auch kurz vor dem Start eingenommen werden; es ist dann bei der Landung noch wirksam. Solche Nasensprays können auch für manche Passagiere ohne eine Erkältung hilfreich sein. Ebenso gibt es auch abschwellende Nasentropfen, die sanfter sind als Nasensprays. Bei guten Fluggesellschaften gibt es solche Tropfen auch vom flugbegleitenden Personal.
- Schlafende nach Absprache wecken, wenn die Reiseflughöhe verlassen wird, da der Druckausgleich nicht immer automatisch im Schlaf geschieht (den unbekannten Sitznachbarn besser jedoch nicht wecken ;-)
- Kleinkindern helfen Schnuller, Bonbons und Trinken, den Druckausgleich herzustellen.
- Einigkeit herrscht darin, dass Trinken, Schlucken und Gähnen sowie Kaugummi nie von Schaden sind.
- "Rescue Remedy-Tropfen" helfen gegen Flugangst. Passagiere, die bei Turbulenzen unter Schweißausbrüchen oder Angstzuständen leiden, testen "Rescue Remedy". Das 10 ml Fläschchen darf mit ins Handgepäck. Für Kinder gibt es zucker- und alkoholfreie Drops.
- Bitte konsultieren Sie Ihren HNO-Arzt, wenn Sie erkältet sind oder bei früheren Flügen unter erheblichen Problemen gelitten haben.
Tipp: ¾ Stunde vor der geplanten Landung (viel) Wasser trinken (mit einer Tablette Aspirin zusammen)
Warum dann erst? Ganz einfach, um nicht deshalb gezwungen zu sein die Bordtoilette zu benutzen, andererseits um rechtzeitig zum Landanflug sein Blut zu verdünnen.
Und hier der Tipp mit der kleinen kostenlosen Wasserversorgung nach dem Security-Check.
Wer sich vor Abflug mit einer Wasserflasche ausrüsten möchte - deren Fassungsvermögen mit über 100 ml über der Höchstgrenze liegt und daher bei der Sicherheitskontrolle nicht durchginge, kann diese daher erst nach dem Check im Sicherheitsbereich (teuer) erwerben. Was sich als gute Alternative bewährt hat: Eine leere (kleine 0,5 l) Wasserflasche aus Plastik mitnehmen, die man (notfalls) direkt vor der Handgepäck-Durchleuchtung austrinkt und dann mit dem Plastikbeutel zusammen auf das Kontrollband legt. Anschließend kann man diese dann im Waschraum mit Leitungswasser wiederbefüllen - dies ist natürlich nur in Ländern zu empfehlen, in denen aus den Leitungen Trinkwasser kommt :-)
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Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Medikamente sollten niemals ohne Absprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden!